Schönstatt Würzburg

Neues Kletter- und Spielgerät im Bewegungsgarten der Marienhöhe

 

Nachdem lange Corona-Monate so manche Planung ausgebremst haben, konnte nun ein Projekt im Bewegungsgarten der Marienhöhe fertig gestellt werden: Ein neues Kletter- und Spielgerät mit einem neuen, vergrößerten Sandkasten lädt v.a. Familien mit kleineren Kindern zum Verweilen und Spielen ein. 

Dank vieler Spenden konnte die Anschaffung dieses Gerätes realisiert werden. Wir danken der VR-Bank für die Ermöglichung des Crowdfundings, der Sparkasse Mainfranken, der Gemeinde Randersacker, der „Max Brose Hilfe“ für ihre großzügigen Spenden, sowie vielen Einzelpersonen, die durch ihre großen und kleinen Spenden dieses Projekt unterstützt haben.

 


Wir danken auch Anja Legge, die durch einen zweiseitigen Bericht im „Sonntagsblatt/Nr. 23/5. Juni 2022“ den Neuzuwachs im Bewegungsgarten einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht hat. Der Artikel ist online unter  https://www.sobla.de/aktuelles/detail/ansicht/wenn-der-spielplatz-auch-eine-oase-der-ruhe-ist/  nachzulesen.

Nach der Corona-Zwangs-Pause konnte der FIRE ABEND in diesem Jahr wieder stattfinden. „Pfingsten erleben – damals und heute“, das ist die innere Linie, die den FIRE ABEND durchzieht. In diesem Jahr kam noch ein aktueller Schwerpunkt hinzu: das 60-jährige Jubiläum des Heiligtums auf der Marienhöhe. 

 Nachdem die Wolken sich zuvor ausgeregnet hatten, trafen am 4. Juni 2022 ab 16:00 Uhr die Teilnehmer bei bestem Sommerwetter ein. Nach einer Stärkung an der Snackbar und ersten Begegnungen wurde die Marienhöhe zu einem heutigen „Pfingstsaal“, in dem jung und alt Pfingsten erlebten und feierten. 

„Pfingsten ist das Fest der Verwandlung“. Dieses Thema durchzog den Gottesdienst. Eine PowerPoint-Präsentation zu Beginn regte zum Nachdenken an, wo wir heute mitten in unserem Leben die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes brauchen. 

 

Das Herzstück des FIRE ABENDS sind die Workshops, die anstelle der Predigt das Wirken des Heiligen Geistes auf ganz bunte und unterschiedliche Weise erlebbar machen. Jeder Mensch spricht eine andere (Seelen-)Sprache, und dies möchten die Workshops aufgreifen. Ob Meditatives Wandern durch die Weinberge zum Thema „Die Verwandlungen in der Natur als Symbol für die Verwandlung durch den Hl. Geist“, Videos und Austausch rund ums Heiligtum, Beschäftigung mit dem Thema „Ich bin die Kirche – Wie geht das?“, ob Impulse für Paare, Fackeln basteln, Kreativ werden mit Upcycling-Material, ob spielen und basteln für die Kinder oder still im Heiligtum beten – für jede und jeden sollte etwas dabei sein.

 Der Gottesdienst wurde nach den Workshops mit den Fürbitten und der Eucharistiefeier fortgesetzt.

 

Am Ende des Gottesdienstes gingen alle zum Heiligtum, um Gott für diesen Gnadenort in unserer Mitte zu danken, der für so viele Menschen zu einer Heimat und zu einem Zufluchtsort geworden ist. 

Zu Pfingsten gehört auch das Erleben von Gemeinschaft – Begegnung der offenen Herzen und des Verstehens. Und so ließen alle Teilnehmer den Abend im Garten fröhlich ausklingen. Bei gegrillten Würstchen, einem beeindruckenden Salat-Büffet und einem großen Pfingstfeuer in der Mitte ließ es sich gut aushalten. Dank des schönen Sommerwetters war es ein entspanntes und fröhliches Zusammensein. Ganz Hartgesottene saßen sogar bis Mitternacht am Feuer. 

 

Nach dem FIRE ABEND ist vor dem FIRE ABEND. Schon jetzt eine herzliche Einladung, bei diesem Pfingst-Event im kommenden Jahr am Vorabend von Pfingsten dabei zu sein!

Licht und Schatten auf der Mitgliederversammlung 

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Schönstattwerks – des Trägervereins der Marienhöhe – galt es Abschiednehmen von zwei wertvollen Menschen in der Runde. Zunächst wurde die bisherige zweite Vorsitzende des Vereins, Frau Ulrike Shanel, für ihr langjähriges Engagement für die Marienhöhe gewürdigt. Lange Jahre fungierte sie als Schriftführerin und zweite Leitungsverantwortliche und einige Zeit davon sogar als provisorische Vorsitzende. Dafür darf sie sich jetzt auf eine Weltreise in den Süden machen – zumindest kulinarisch. Allerlei faire Leckereien sollen den Vereinsruhestand versüßen. Schwester Annetraud erinnerte in ihrer Abschiedsrede an die Hauptwünsche, die zu Beginn ihres Wirkens auf der Marienhöhe an sie herangetragen wurden. Nämlich im Schönstattzentrum präsent zu sein und dem Haus ein Gesicht geben. Und im Nachhinein stellte sie unter Zustimmung ihrer Zuhörer fest, dass sie ihren Aufgaben als Hausleiterin, Pädagogische Leiterin und Oberin der Marienschwestern gerecht werden konnte. Künftig werden diese drei Aufgaben auf drei Köpfe verteilt. Einer davon – der neue Betriebsleiter, Marc Steinmeyer, konnte sich im Kreis auch gleich vorstellen. Drei Leute haben mehr Power, so die Aussage von Sr. Annetraud, aber deren Kompetenzen müssten auch noch gut abgestimmt werden, dass es künftig mit neuem Schwung und neuen Gesichtern rund läuft. Abschließend machte sie deutlich, wie gerne sie auf der Marienhöhe gewesen sei und wie sie es genossen hätte sehr selbständig arbeiten zu können. Es sei über die neun Jahre kein Spaziergang gewesen, sondern die Dreifachbelastung mitunter auch eine grenzwertige Herausforderung. Aber sie werde die Marienhöhe im Herzen bewahren an ihrer neuen Wirkungsstätte im Mutterhaus der Marienschwestern. Damit die Erinnerung an die Marienhöhe auch wirklich nicht verblasst gab es als Dankeschön ein Miniaturheiligtum im fairen Sonnenglas, das ihre langjährige Wirkungsstätte ökologisch sinnvoll im rechten Licht erstrahlen lässt. 

Doch bei so viel schöner Erinnerung durfte auch das Tagesgeschäft in der Mitgliederversammlung nicht ausgeblendet werden. Kassier Martin Wienand stellte den Jahresabschluss 2021 vor und Achim Höfling berichtete von der fränkischen Schönstatt-Stiftung. Hoch her ging es dann aber, als der Vorstand davon berichtete, dass man vor wenigen Tagen von Seiten der Diözese erfahren habe, dass diese sich nicht mehr an der Mitfinanzierung der Pädagogischen Arbeit der Marienschwestern in der Region beteiligen wollen. Dies stieß im Kreis der Anwesenden auf reichlich Kritik bis hin zu heftige Empörung. Schnell war klar, dass man das so nicht akzeptieren werde, da dies zum einen die segensreiche Arbeit der Marienschwestern über viele Jahre nicht entsprechend würdigt und gemeinhin ein Affront gegen die gesamte Schönstattbewegung in der Diözese sei. Von den ehrenamtlichen in der Schönstattbewegung wird jetzt eine angemessene Antwort erarbeitet und dann das Gespräch mit den Verantwortlichen aus dem Bistum gesucht. 

 

Wolfgang Fella

Das neue Jahresprogramm 2022 steht ab sofort hier zum Download bereit.

pdfJahreskalender_2022

Die Natur, Schwimmen, Musik, der Glaube, meine Familie … so lauteten u.a. die spontanen und recht unterschiedlichen Antworten auf die gestellte Eingangsfrage: „Was sind für Sie in Ihrem Leben Kraftquellen?“.

„Kraftquellen entdecken“ – mit diesem Thema befassten sich die Frauen beim Frühstückstreffen am Mittwoch, 15. September und ebenso am Donnerstag, 16. September 2021. An den zwei Vormittagen waren insgesamt über 50 Frauen der Einladung auf die Marienhöhe gefolgt. Darunter befand sich auch das eine oder andere neue Gesicht.

Sr. M. Annetraud stellte die Thematik des Frühstückstreffens in den Kontext der heutigen Zeit. Die vielfältigen Herausforderungen durch die voranschreitende Digitalisierung, die permanente Reizüberflutung durch verschiedenste audio-visuelle Medien, die ständige Wahl, sich für oder wider eine bestimmte Meinung entscheiden zu müssen, um nur einige brisante Beispiele zu nennen, nehmen uns immer wieder spürbar die Kraft im eigenen Alltag und wir suchen folglich nach neuen Kraftquellen für unser Leben.

Für die anwesenden Frauen war es ein neuer Gedanke, dass eine wichtige, ja zentrale Quelle der Kraft in ihnen selbst zu finden ist. Es sind Ressourcen, welche jede als Stärke in sich hat wie, z.B. Humor, Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Gottvertrauen etc. Neben diesen persönlichen Stärken, die stets neu als Quelle gehoben werden müssen, sind auch sinnstiftende Worte, ausgewählte Sprüche aus der Bibel, ermutigender Zuspruch eines Menschen, aber ebenso Lob und Anerkennung eine wichtige Kraftquelle. Ferner können der Aufenthalt in der Natur, bestimmte Orte und persönlich liebgewordene Dinge, sowie Begegnungen mit Menschen im eigenen Umfeld als Kraftquellen angesehen werden.

Zum Abschluss des Treffens lud Sr. Annetraud jede Teilnehmerin ein, ihre ganz persönlichen Kraftquellen aufzuschreiben und sich darin in der alltäglichen Lebensgestaltung zu üben. Eine eigens gestalte Motivationskarte mit passendem Text und aufgeklebtem Teebeutel der Sorte „Hol Dir Kraft“, ausgehändigt im Heiligtum, sollte hierzu als sinnbildlicher Anstoß dienen.

 

 

Zeit für Dich! Zeit für mich! Zeit für uns beide!

Zeit, Kraft zu tanken, still werden, genießen,

neues entdecken, tiefergraben.

Kraftquellen neu – wieder – entdecken,

neu zum Sprudeln bringen.

 

Herr, schenk mir diese Kraft,

heute und für jeden Tag.

Auszeit für Seele und Geist

Zum zweiten Mal schon lud Schönstatt-Pater Markus Thomm im Würzburger Schönstattzentrum zum schweigenden Dialog mit Gott. Und aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands kamen auch diesmal wieder die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um sich mit ihm und in dieser Gemeinschaft auf den kontemplativen Weg zu machen.

Der Tag beginnt mit christlichem Körpergebet ehe es nach dem Frühstück zum Sitzen geht. Ein kurzer Impuls, Anleitung und schon kann es losgehen und jede und jeder ist nur bei sich. Beim Atmen, beim gedanklichen Loslassen und bei der Ruhe im lichtdurchfluteten Meditationszimmer. 

Die Gottesdienste am Abend jedes Mal ein Feuerwerk neuer Gedanken und Eindrücke – so voller Impulse, dass es mancher Spaziergänge bedarf um alles setzen zu lassen. 

Auch für mich nicht das erste Mal, aber doch wie jedes Mal neu und einzigartig. Und als ich mich schließlich ein wenig in Meditations-Routine wähnte, da hat es mich doch wieder „kalt erwischt“ und durch eine intensive und tiefe Zeit geführt, für die ich sehr dankbar bin.

Ich bin nicht der Einzige, der am Ende reich beschenkt die Heimreise antritt. Mit im Gepäck ein Text, der mich sehr bewegt hat, der mich begleiten wird und der auch etwas wiederspiegelt von der Atmosphäre dieser besonderen Exerzitien-Tage auf der Marienhöhe. 

 

Text und Bild: Wolfgang Fella

 

Was ist die wichtigste Stunde im Leben eines Menschen?

Was ist der wichtigste Mensch, der uns begegnen kann?

Was ist das notwendigste Werk?

Die wichtigste Stunde des Menschen ist immer die Gegenwart!

Der wichtigste Mensch, der uns in unserem Leben begegnen kann, ist immer derjenige, der mir gerade gegenübersteht.

Das notwendigste Werk aber ist immer die Liebe.

Meister Eckhart

 

Dankeschönfest für Ehrenamtlich und Personal auf der Marienhöhe

Ende Juli hat die Hausleitung der Marienhöhe eingeladen: Die ehrenamtlich Aktiven, die sich das Jahr über in vielfältiger Art und Weise in und um das Schönstattzentrum herum einsetzen. Und diejenigen, ohne die der Tagungs- und Übernachtungsbereich nicht gelingen würde: Das Personal in Küche, Hauswirtschaft und Verwaltungsbereich der Marienhöhe. Gemeinsam saß man einige Stunden zusammen und feierte unter den schattenspendenden Bäumen am Speisesaal.

Los ging es vor dem Kapellchen mit einer geistigen Einstimmung, ehe man es sich dann in froher Runde gemütlich machen konnte. Schwester Annetraud nutze geschickt die Gelegenheit alle einmal vorzustellen mit den jeweiligen Wirkungsfelder und Einsatzgebieten. Dann war allerdings das Wissen aller gefragt. Tischweise galt es ein nicht immer einfaches Schönstatt-Quiz zu bestehen. Unter der Anleitung von Sr. Annetraud, Stefan Schenk und Sr. Renata wurden Punkte gesammelt und hart über die möglichen Lösungen gerätselt. Manch leichtere Fragen waren da dabei, aber auch die Frage nach der Herkunft der ersten Marienschwestern auf der Marienhöhe oder wie lange die längste Hausleiterin gewirkt hatte oder Schwester Hildemuth mit ihrem Lädchen aktiv war. Selbst für das Personal war es interessant zu erfahren, wie viele Menschen denn aktuell auf der Marienhöhe beschäftigt sind und wie viele Übernachtungszimmer das Haus hat. Schließlich gab es unter den fünf Tischen Sieger und Verlierer und die Gewinner konnten tolle Essensgutscheine in Empfang nehmen. 

Ein gemeinsames leckeres Essen rundete den Abend ab, der auch viel dazu beigetragen hat, dass sich alle zusammen etwas besser kennen lernen konnten. 

Text und alle Fotos: Wolfgang Fella 

P.S. Übrigens: Aktuell sind 15 Personen am Schönstattzentrum beschäftigt, das Haus hat 35 Übernachtungszimmer und Sr. M. Hildemuth war fast 50 Jahre auf der Marienhöhe– hätten Sie es gewusst?

…mit dieser gesunden Mischung aus Live-Erlebnissen und Online-Abstimmungen geht die Arbeit auf der Marienhöhe und in der Würzburger Schönstattfamilie nach rauen Corona-Monaten in den Sommer. Gemeinsam arbeiten die Gremien an Zukunftsthemen und blicken vor allem nach vorn wenn es um Veranstaltungen auf der Marienhöhe geht oder um nötige Veränderungen rund ums Schönstattzentrum. Im „Schönstatt-Pfarrgemeinderat“ (die Diözesanleitung) blieb aber auch Zeit und Gelegenheit die eigenen Erfahrungen rund um Corona, Kirche und das eigene Leben zu reflektieren, während sich die „Schönstatt-Kirchenverwaltung“ (der Vorstand des Schönstattwerks Würzburg)  mehr mit den Finanzen, den lfd. Baumaßnahmen und der personellen Situation zu beschäftigen hatte. Aber überall geht es im Rahmen der Möglichkeiten voran – Stillstand war gestern, heute werden wieder die Ärmel hochgekrempelt…

Bild und Text - Wolfgang Fella

Am 14. und 15. Juli fand nach dem Lockdown bereits das zweite Mal das Frühstückstreffen für Frauen statt.

Es waren wieder über 50 Frauen unterschiedlichen Alters, die mit großer Freude an einem der beiden Tage auf die Marienhöhe kamen; darunter auch das eine oder andere „neue Gesicht“. Nach der langen krisenbedingten Pause war es schön, sich erneut live treffen zu können. Und bereits beim Frühstück hat man gespürt, dass es viel zu erzählen gibt.

Die beiden Tagen standen diesmal unter dem thematischen Impuls „Weniger ist mehr“, ein Ausspruch, der landläufig bekannt und mittlerweile zu einem geflügelten Wort geworden ist.

Ausgangspunkt der Überlegungen war unsere moderne Konsumgesellschaft und das Belohnungssyste im menschlichen Gehirn – darauf macht die neurologische Forschung aufmerksam –, welche unser Verhalten beeinflussen, das dazu neigt, stets nach mehr zu verlangen. Dabei geht es, wie man vorschnell meinen könnte, nicht nur oder vor allem um materielle Dinge.

Anhand des sogenannten Bindungsorganismus, wie ihn Pater Josef Kentenich formuliert und kündet, stellte Sr. M. Annetraud dar, dass dieser Impuls „Weniger ist mehr“ neben den materiellen Dingen auch für die zentralen Lebensbereiche der lokalen, ideellen und personalen Bindungen von besonderer Bedeutung ist.

FF Austausch

Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist, dass jede Frau ihren ganz eigenen individuellen Stil finden muss und sich in Freiheit bewusst für das entscheidet, was für sie und ihr Leben wichtig ist. Als praktische Entscheidungshilfe im konkreten Alltag, und nicht nur für diesen, kann hierbei die Frage unterstützend wirken: „Bedeutet das dies oder jenes einen echten Mehrwert für mich, der letztlich zu einem erfüllteren oder glücklicheren Leben beiträgt?“

Neben den inhaltlichen Ausführungen der Referentin, war auch der lebendige zwischenmenschliche Austausch in den Kleingruppen zu den o.g. vier Gesichtspunkten des Bindungsorganismus (mit Bezug zum eigenen Leben) ein wichtiges Element des gemeinsamen Vormittags.

Nach einem kurzen abschließenden Besuch im Schönstattheiligtum gingen die Frauen mit unterschiedlichen geistigen Anregungen gestärkt in ihren Alltag zurück.

Freude und Dankbarkeit erfüllte die Herzen der Besucherinnen und Besucher der Maiandacht am letzten Sonntag im Mai. Über 40 Personen waren der Einladung zu dieser Andacht gefolgt, die den Marienmonat Mai abschließen sollte.

Bei strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen versammelten wir uns zu Beginn auf der Wiese hinter dem Haus. Dort standen in zwei Gefäßen bunten Blumen vorbereitet, von denen sich jede/r Mitfeiernde/r eine Blumen auswählen konnte.

Nach dem Lobpreislied an den Schöpfer zogen wir dann gemeinsam mit den Blumen in Händen in Form einer kleinen Prozession zum Heiligtum. Zu den meditativen Klängen des „Magnifikats“ von Taizé ging nacheinander jede/r einzeln ins Kapellchen, um der Gottesmutter die Blume zu schenken: „So wie die Blumen sind auch wir ganz originell, verschieden in Form und Farbe. Jede und jeder Einzelne möchte dir heute danken für die Tage des vergangenen Monats. Nimm mit der Blume unseren persönlichen Dank entgegen.“ Diese Worte begleiteten uns dabei im Herzen.

An diese besondere Dankesgeste schloss sich eine Dankeslitanei an, die noch einmal bewusst Erlebnisse und Begegnungen des vergangenen Monats aufzugreifen versuchte. Die kleine Schola, bestehend aus Sr. M. Annetraud, Sr. M. Renata (die den Gesang mit der Gitarre unterstützte) und Herrn Schenk, sang dazwischen immer als Kehrvers mehrstimmig den Lobgesang der Gottesmutter („Magnifikat“), der nach jedem Dank jubelnder und herzlicher erklang.

Der schöne Marienmonat Mai ist nun zu Ende. Die Frage, die Pater Kentenich vor über 50 Jahren am Ende des Maimonats stellte, stellten auch wir uns in unserem kleinen Kreis: „Was möchten wir als Dauerfrucht mitnehmen?“ Und die Antwort war dieselbe wie damals: „eine glühende Liebe zu Maria“, an der wir auch und gerade in einer Zeit, die sich vielfach a-marianisch bzw. antimarianisch zeigt, festhalten wollen. Und wenn wir uns klein fühlen, oder wenn wir erleben, dass wir schwach sind, dann gilt im unerschütterlichen Vertrauen auf Maria: „Ich bau auf deine Macht und deine Güte. Vertrau auf sie mit kindlichem Gemüte. Ich glaub, vertrau in allen Lagen blind, auf dich, du Wunderbare und dein Kind.“

Als äußeres Zeichen für dieses Vertrauen, dass die Gottesmutter uns auch in der kommenden Zeit begleitet, und gleichzeitig als Andenken an den diesjährigen Marienmonat erhielten alle Anwesenden ein kleines Kärtchen mit dem Bild der Gottesmutter und dem oben genannten Vertrauensgebet von Pater Kentenich. Diese Symbolhandlung wurde musikalisch unterstrichen durch das Schönstatt-Lied, das die Schola beim Austeilen sang: „Mutter Maria, mit dir will ich gehen, lass meine Hand nie mehr los …“.

Im Anschluss an das Segensgebet, dem alttestamentlichen Segen des Aaron (aus dem Buch Numeri 6,24-26), erklang schließlich das Lied mit dem irischen Segensgruß: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“, welches noch einmal die entstandene Gemeinschaftsatmosphäre spürbar festigte.

Nach dem Ende der Maiandacht lud dann das sonnige Wetter förmlich ein, bei Kaffee und Kuchen noch etwas zu verweilen und sich im Freien miteinander auszutauschen. Da kann man von Glück reden, dass die Außengastronomie (bei den aktuell niedrigen Inzidenzwerten) wieder erlaubt ist und auf der Marienhöhe darüber hinaus viel Platz zur Begegnung geboten ist.

Erst als der Wind am späten Nachmittag etwas kühler wurde, löste sich die Maisonntags-Gesellschaft langsam auf und abendliche Stille kehrte auf der Marienhöhe ein.

Um Maria versammelt …

„Komm herab, o Heil‘ger Geist …“ diese Bitte war der Grundtenor der Maiandacht am Pfingstfest hier auf der Marienhöhe. Dort hatten sich über 20 Frauen und Männer – trotz wechselhaften und zum Teil regnerischen Wetters – versammelt, um an diesem Tag gemeinsam mit Maria den Heiligen Geist in ihre Mitte zu rufen.

Uns geht es heute vielfach wie einst den Aposteln in Jerusalem. Wir wissen oft nicht, wie es weitergehen soll. Wir machen uns Sorgen um die Zukunft der Kirche und der Gesellschaft. Wie die Apostel damals versammeln wir uns um Maria, lassen uns von ihrem tiefen Glauben und ihrem unerschütterlichen Vertrauen anstecken und erbitten mit ihr Kraft und Licht von oben, indem wir singen: „Komm, Heil‘ger Geist entzünde in unseren Herzen das Feuer deiner Liebe.“

Dieser Sehnsuchtsruf wurde mit Leben gefüllt, als jede Besucherin und jeder Besucher der Andacht ein kleines Licht an der Osterkerze entzünden konnte. In diesem Moment kam symbolisch zum Ausdruck, dass das Osterereignis (mit der Auferstehung Jesu) und das Pfingstgeschehen (mit der Sendung Seines Geistes) untrennbar miteinander verbunden sind. Darüber hinaus soll dieses Licht des Heiligen Geistes, das uns erhellt, zuhause weiterleuchten und uns im Alltag die feste Zuversicht schenken: Wir sind nicht allein, es ist Gottes Geist, der uns in unserem Leben mit seinen Höhen und Tiefen führt!

Als dann die kleine Schola zum Ende der Maiandacht das Lied „Maria Maienkönigin“ anstimmte, konnten einige ihre Begeisterung nicht zurückhalten und stimmten leise mit ein in den Gesang:

„O öffne, Himmelskönigin,

im Lied uns Herz und Stimme,

zu danken Gott im Heil‘gen Geist,

dass wir sein Lob stets singen,

der Christi Kirche ward gesandt

in Sturm und Feuerflammen,

zu führen sie mit seiner Hand

durch alle Zeiten! Amen.“

Die fünfte Maiandacht im „Corona-Mai“ 2021 musste wetterbedingt in den Vortragssaal verlegt werden, da ein wolkenbruchartiger Regen es kurz vor Beginn unmöglich machte, sich vor dem Heiligtum zu versammeln. Das wechselhafte Wetter konnte eine kleine Schar von Gläubigen jedoch nicht davon abhalten, auf die Marienhöhe zu kommen.

„Laudate omnes gentes“ („Lobsingt, ihr Völker alle“), so erklang das Lob Gottes zu Ehren der Mutter Maria an diesem Sonntag. Schwester M. Annetraud sang gemeinsam mit Herrn Stefan Schenk die Lieder bei dieser Maiandacht, welche von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern spontan durch leises Mitsummen begleitet wurden.

Das Johannesevangelium von der Hochzeit in Kana (Joh. 2,1-12) gab die biblische Grundlage und spirituelle Anregung für das Gebet an diesem Maisonntag. Im Mittelpunkt stand das „Gespräch von tiefster Menschlichkeit“, welches Maria damals zugunsten von Freunden mit Jesus führte, und das sich auch in unsere Zeit hinein verlängert. Auf die Forderung der Gottesmutter „Was er euch sagt, das tut“ (Joh. 2,5), bringen wir das Wasser unseres eigenen Lebens: unsere Ungeduld und Aggression, unsere Angst und Frustration, unseren Ärger, unsere Trostlosigkeit, unser geringes Vertrauen … einfach alles, was unser Leben immer wieder zu hemmen und einzutrüben scheint.

Wie damals sagt Jesus heute zu uns: „Schöpft jetzt!“ Denn er wandelt das „Wasser unseres Lebens“ in den „Wein“ der Geduld, der Freude, des Vertrauens und der Lebendigkeit.

Diese Zuversicht war zu spüren, als die Besucherinnen und Besucher in einem von meditativer Musik begleiteten Moment der Stille ihre Krugzettel mit dem „Wasser ihres Lebens“ beschrifteten und diese dann in den Krug, im Altarraum, warfen.

Und als das „Gesangsduo“ zum Abschluss der Feier das Lied vortrug: „Möge die Straße uns zusammenführen …“, wurde der Text des Refrains gleichzeitig zur lebendigen Bitte: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.“

Vielleicht sehen wir uns ja bei der nächsten Maiandacht an Pfingstsonntag auf der Marienhöhe (im Heiligtum oder im Haus) wieder …

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