Kein Zimmer frei? Doch bei uns!
Adventswochenende für Familien im Schönstattzentrum in Würzburg.
Advent – Zeit, Türen zu öffnen! Wie gut es tut, Raum zu schaffen füreinander und für Gott, erlebten viele Familien beim Adventswochenende in Würzburg unter dem Motto „Kein Zimmer frei? Doch bei uns!“
Am Freitag trafen nach und nach die Familien ein – mit Koffern, Kuscheltieren und viel Vorfreude. Zur Begrüßung gab es eine liebevoll gestaltete „Haus-Tüte“, die schon auf das Motto hinwies. Nach dem Abendessen versammelten sich alle zur Eröffnungs- und Begrüßungsrunde. Ein Kind klingelte an einer selbstgebauten Tür und die dahinterstehende Familie wurde vom fröhlichen Ruf der ganzen Gruppe begrüßt: „Klingelingling – wer ist denn da?“
Jede Familie war dann eingeladen, mit Papier und Farben ihr eigenes Familienhaus zu gestalten. Schon beim Basteln der Familienhäuser zeigte sich: Hier geht es nicht nur um Papier und Kleber, sondern um Herzräume und die Frage: Was findet man bei uns, wenn jemand spontan anklopft? Wie offen sind unsere Türen – für Gott, füreinander, für Neues? Beim Improtheater wurde herzlich gelacht, und das Lied „So kommt Gott zu uns“ brachte den Abend auf den Punkt: Gott will bei uns einkehren und uns begegnen – egal, wie es in unserem Inneren gerade aussieht.
Ein meditativer Tagesrückblick im Heiligtum mit Taizé-Liedern ließ den Tag still und tief ausklingen.
Der Samstag begann mit einem kurzen Morgenimpuls: „Wie klingt es, wenn Gott anklopft?“ – leise und doch bestimmend.
In ihrem Vortrag sprach Sr. Brigitt Rosam über die Offenheit für Gott und die Gottesmutter im Alltag und darüber, wie ein Zuhause – mit einem Hausheiligtum – zu einem Ort echter Begegnung werden kann. Anschließend nutzten die Paare ihre Paarzeit für ehrliche und berührende Gespräche anhand vorbereiteter Impulsfragen.
Am Nachmittag entstanden draußen aus Naturmaterial kleine Krippen – ein Plätzchen für Jesus, jede so individuell wie die Familien selbst. Außerdem wurde fleißig gebastelt und gespielt: Dabei entstanden liebevoll gestaltete Türschilder mit Figuren für jedes Familienmitglied. Daneben gab es weitere kreative Basteleien und Brettspiele – echtes Brettspielfieber inklusive! In einer meditativen Einheit gab es anhand einer Legemethode einen stillen, besinnlichen Moment mitten im Trubel.
Ein großes Dankeschön gilt auch den Kinderbetreuerinnen und -betreuern: Mit viel Freude haben die Kinder die wunderbare und kreative Zeit genossen und den Eltern wurden damit wertvolle Momente des Austauschs geschenkt.
Der bunte Abend war ein Highlight: mit Punsch, Plätzchen und einem witzigen Krippenspiel, in dem Ochs Korbinian und Esel Benjamin eine besondere Rolle spielten. Beim 1-2-3-Spiel lernten sogar die Erwachsenen noch etwas Neues. Der Abend endete mit einem Segen und gemütlichem Beisammensein.
Am Sonntagmorgen führte Sebastian Binsteiner in die Bedeutung und Geschichte von Ritualen ein, besonders im Advent.
Im festlichen Gottesdienst wurde spürbar: Türen öffnen heißt, Leben einlassen. „Kein Zimmer frei?“ – Bei Gott immer. Und bei uns auch. Bei der Abschlussrakete im Speisesaal und dem anschließenden Mittagessen war zweierlei deutlich zu spüren: Müdigkeit und Dankbarkeit – für Begegnungen, Gespräche, Lachen und stille Momente.
Mit offenen Herzen und vielen Ideen für den Advent machten sich alle auf den Heimweg. Und aus manchen Ecken hörte man noch Kinder summen: „Und so kommt Gott zu uns, so will er uns begegnen …“.
Johanna Ostheimer









