Schönstatt Würzburg
28. bis 30. Juni 2013 – „Jetzt fahren wir bereits zum 12. Mal, aber eine solche Wallfahrt haben wirnoch nicht erlebt!“ äußerte sich ein Musikant der Memhölzer Blaskapelle.

Obwohlsich längst nicht alle Pilger persönlich kannten, erlebten wir eineEinheit und Einmütigkeit: alle hatten das gleiche Ziel:

-Begegnung mit dem Urheiligtum, dem Ursprungsort,

-Begegnung mit der MTA von Schönstatt,

-Begegnung mit dem Gründer des Werkes: Pater Josef Kentenich.

 

Unterwegsim Bus hatten alle die Gelegenheit, auf Krugzettel Namen von Menschenzu schreiben, die wir mit nach Schönstatt nehmen und für die wirdie Wallfahrt machen.

Beider Ankunft führte unser erster Weg zum Urheiligtum. Dort begrüßtenwir mit einer Statio die Gottesmutter. Nach einer kleinen Pause undStärkung versammelten wir uns gegen 16:30 Uhr vor der großenPilgerkirche. Die einzelnen Diözesen wurden aufgerufen und zogengeschlossen ein, voraus ging der Pilgerstab und ein Bild desDiözesanheiligtums wurde mitgetragen.

ErzbischofSchick aus Bamberg zelebrierte und stellte uns in seiner Predigtanschaulich Maria als die „Türöffnerin des Glaubens“ vor Augen.Nach der Hl. Messe zogen wir in Prozession zum Urheiligtum. Dortübergaben wir, mit Gebet und Lied umrahmt, der Gottesmutter unsereKrugzettel mit allen Anliegen.

Zumanschließenden Abendessen im Pilgerhaus blieb Bischof Schick nochbei uns und begrüßte viele Pilger persönlich.

 

Tagsdarauf feierten wir Peter und Paul. Nach einem abwechslungsreichenAlternativangebot im Tal und auf den „Bergen“, z.B. Berg Moriaham Vormittag, und Berg Schönstatt am Nachmittag, luden uns gegen16:00 Uhr die Alphornbläser auf dem Kirchplatz der Anbetungskirchezur Hl. Messe ein. Die Memhölzer Blaskapelle gestaltete, wie anallen Tagen, die Messe. Pfr. Treutlein war Hauptzelebrant undpredigte ganz lebensnah über die Apostelfürsten: der Glaube ist derSchatz, den wir in zerbrechlichen Gefäßen tragen: Jesus wählteschwache Menschen zu seinen Werkzeugen, z. B.:

Abrahamwar zu alt, Mose ein Stotterer, Simson war ein „Frauenheld“, Jonaist vor seiner Berufung davongelaufen, Zachäus zu klein, Petrusverleugnete Jesus, Paulus verfolgte ihn und spürte einen Stachel inseinem Fleisch.

Würdenwir nach solchen Kriterien unsere Mitarbeiter aussuchen? Nein! Soetwas kann sich nur Gott erlauben. Er kann uns sogar wegenunserer Begrenztheit gebrauchen, dadurch wird die Kraft Christioffenbar.

Jemandäußerte, er hätte bei dieser Predigt noch eine Stunde zuhörenkönnen.

 

ImAnschluss hatten wir beim Pilgerhaus ein bayrisches Abendessen mitWeißwurst und Brezeln und anderen Spezialitäten, die wir uns gutschmecken ließen bei einem bunten, frisch-fröhlichen Programm, beidem es immer wieder etwas zum Lachen gab.

Gegen20:00 Uhr rüsteten wir uns zum Aufbruch zur Lichter - Prozessionzum Urheiligtum. Mit schöner Umrahmung erhielten wir um 21:00 Uhrvon allen anwesenden Priestern den Abendsegen, wie es jeden Abend amUrheiligtum üblich ist.

AmPilgerstab, der in Schönstatt steht, durften Vertreter der einzelnenDiözesen ein buntes Plättchen anbringen. So sind wir sichtbar amUrsprungsort vertreten.

 

AmSonntag wurde uns nochmals Verschiedenes angeboten, von Führungen imTal, im Bundesheim, Impulsreferat bis hin zum Kreuzweg,Beichtgelegenheit und Einzelsegen.

Derabschließende Gottesdienst begann um 10:30 Uhr in der Pilgerkirchemit unserem Präses als Hauptzelebrant und Prediger.

OStRWenzel ging auf das Abschiednehmen ein. Bei jedem Abschiednehmenmüssen wir Gewohntes zurück lassen und unseren Blick lenken aufdas, was vor uns liegt. Der Gestaltwandel der Kirche erfordert diesesMitgehen, damit ein neuer Mensch entsteht in einer neuenGemeinschaft.

Bevorwir uns wieder auf den Heimweg machten, trafen wir uns amUrheiligtum, um uns neu senden zu lassen in unseren Alltag.

Nichtnur im Herzen, auch durch ein kleines MTA-Bildchen, das alleerhielten, möchten wir Maria mitnehmen in unseren Alltag. Einbesonderes äußeres Zeichen wurde an jedem Pilgerstab angenagelt:ein kleines Heiligtum aus Leder!

ImMitgründerheiligtum steht dieser Pilgerstab und erinnert an dieseVerbindung mit dem Ursprungsort, mit dem Urheiligtum: einsinnenhaft-anschauliches Erinnerungszeichen an unsere 100-Jahr-Feierim nächsten Jahr! Wir nehmen den Geist des Urheiligtums, desUrsprungs, mit in unserer Diözese!

 

WeitereEchos:

-die Alphornbläser und die Blaskapelle halfen, eine warme und schöneAtmosphäre zu schaffen

-alles war so abgerundet, eine gelungen Organisation und ein gutesProgramm

-es ging nicht nur fromm, auch fröhlich und herzlich zu

-alles hat sehr beeindruckt, die Herzlichkeit mit der wir aufgenommenwurden

-jetzt müssen sich die Erlebnisse erst einmal setzen

-der bayrische Abend war so schön und gelockert

-der Einzelsegen war so schön, für mich das tiefste Erlebnis!

-eine Wallfahrt auf Bayernebene müssten wir wiederholen

 Sr.Karin-Maria, Würzburg

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