Schönstatt Würzburg

Um Maria versammelt …

„Komm herab, o Heil‘ger Geist …“ diese Bitte war der Grundtenor der Maiandacht am Pfingstfest hier auf der Marienhöhe. Dort hatten sich über 20 Frauen und Männer – trotz wechselhaften und zum Teil regnerischen Wetters – versammelt, um an diesem Tag gemeinsam mit Maria den Heiligen Geist in ihre Mitte zu rufen.

Uns geht es heute vielfach wie einst den Aposteln in Jerusalem. Wir wissen oft nicht, wie es weitergehen soll. Wir machen uns Sorgen um die Zukunft der Kirche und der Gesellschaft. Wie die Apostel damals versammeln wir uns um Maria, lassen uns von ihrem tiefen Glauben und ihrem unerschütterlichen Vertrauen anstecken und erbitten mit ihr Kraft und Licht von oben, indem wir singen: „Komm, Heil‘ger Geist entzünde in unseren Herzen das Feuer deiner Liebe.“

Dieser Sehnsuchtsruf wurde mit Leben gefüllt, als jede Besucherin und jeder Besucher der Andacht ein kleines Licht an der Osterkerze entzünden konnte. In diesem Moment kam symbolisch zum Ausdruck, dass das Osterereignis (mit der Auferstehung Jesu) und das Pfingstgeschehen (mit der Sendung Seines Geistes) untrennbar miteinander verbunden sind. Darüber hinaus soll dieses Licht des Heiligen Geistes, das uns erhellt, zuhause weiterleuchten und uns im Alltag die feste Zuversicht schenken: Wir sind nicht allein, es ist Gottes Geist, der uns in unserem Leben mit seinen Höhen und Tiefen führt!

Als dann die kleine Schola zum Ende der Maiandacht das Lied „Maria Maienkönigin“ anstimmte, konnten einige ihre Begeisterung nicht zurückhalten und stimmten leise mit ein in den Gesang:

„O öffne, Himmelskönigin,

im Lied uns Herz und Stimme,

zu danken Gott im Heil‘gen Geist,

dass wir sein Lob stets singen,

der Christi Kirche ward gesandt

in Sturm und Feuerflammen,

zu führen sie mit seiner Hand

durch alle Zeiten! Amen.“

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