Schönstatt Würzburg
Trag mich – toll vorgetragen auf der Marienhöhe – Premierenstimmung auf der Marienhöhe. Wilfried Röhrig, Carolin Ankenbauer und Armin Jan Sayed haben sich im großen Saal der Marienhöhe breit gemacht. Scheinwerferlicht erhellt die Bühne. Der Saal ist voll und alle warten gespannt auf das Konzert am Sonntagnachmittag. Das erste in voller Länge auf ihrer Deutschlandtournee wird es sein, bei dem die neuen Liebeslieder von Wilfried Röhrig vorgestellt werden. Nervosität auf der Bühne ist nicht spürbar und so erlebt die Marienhöhe einen echten Musikgenuss.
Vom schönen Anfang bis zu den bitteren Momenten

Mit „Gott setzt seinen Bogen in die Wolken" beginnt ein bunter Reigen an schönen Liedern mit schönen Texten. Dazwischen erklärt der Liedermacher, wie es dazu gekommen ist, sich nach langjähriger Ehe hinzusetzen und zurück zu blicken auf die Anfänge seiner Ehe. In „Mein erster Brief" beschreibt er ein Schriftstück, das im digitalen Zeitalter befremdlich wirken mag, aber in seiner Art wie kein anderes als Symbol für den Beginn einer gemeinsamen Lebensreise stehen kann. Aber nicht nur die Verliebtheits-Phasen werden musikalisch aufbereitet und „wie am ersten Tag" beschrieben, sondern auch die Ehephasen in denen es dem Paar miteinander nicht immer gut geht. „Euer Ja sein ein Ja" ist da ein deutliches Signal, mit dem Röhrig Mut machen möchte, auch schwierige Abschnitte gemeinsam zu bestehen.

Wilfried Röhrig, Carolin Ankenbauer, Armin Jan Sayed
Texte und Leben konkret

Auch die beiden eindrucksvollen Stimmen, die Röhrigs Lieder auf der Bühne vortragen, kommen dazwischen immer wieder zu Wort und tragen passende Gedanken und insbesondere auch Szenen vor, die die Liedinhalte ins konkrete Leben einbetten.
Dass sich bei all den Liebesliedern nicht alles ein Leben lang nur noch um das Paar zu drehen hat, das wird mit „Nicht allein" sehr deutlich. Darin die Aufforderung gute Freunde mit ins Boot zu holen für die Fahrt auf dem Weltenmeer, Kindern Raum zu geben und nicht zuletzt Gott mit auf den Weg zu nehmen, der das gemeinsame Ja wie kein anderer mitzutragen versteht.

Von Lebendigkeit bis zur Achtsamkeit

Der Gänseblümchen-Song kommt beschwingt daher und bietet Anregungen das Leben als Paar zu bereichern während bei „Unsere Melodie" dann nach dem roten Faden und der eignen Melodie des verbindenden Ehesongs gesucht wird.
Dazwischen mein persönliches Lieblingslied von der Achtsamkeit, die im Ehealltag und im ganzen Leben doch so unverzichtbar ist. Zum Mitsingen zum Schluss noch „Unser Haus inmitten der Sterne" und erst nach Zugaben verabschiedet das dankbare Publikum die drei Künstler schließlich auf der Marienhöhe. Ein tolles Konzert für junge und alte Paare – für alle die gekommen sind.

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