Schönstatt Würzburg
Krönungserneuerung beim Kapellchenfest – Beim diesjährigen Kapellchenfest am 29. Juni 2014 wurde im Rahmen des 100. Geburtstag Schönstatts im Mitgründerheiligtum auf der Würzburger Marienhöhe auch die Krönung der MTA erneuert.

Eine kleine Krone im großen Saal begrüßte alle, die gekommen waren zum morgendlichen Gottesdienst. Am Fest Peter und Paul hat Diözesanpräses Achim Wenzel zunächst erklärt, warum gerade die beiden Apostel ihren festen Platz zu beiden Seiten des Altars haben. Als Fels und Pilgerspiegeln sie letztlich die Vielfalt innerhalb der Kirche wieder und sind damit auch ein gutes Bild für die unterschiedlichsten Gliederungen der Schönstattbewegung. Die Kirche in Veränderung braucht dringend Orte, wo sich Glaube beheimaten kann. Ein solches geistliches Zentrum könne künftig auch die Marienhöhe sein.

Nach dem Mittagessen drehte sich alles um das Jubiläum im Oktober 2014. Im voll besetzten Saal wurde vor fast 300 Zuschauern von der Mädchenjugend ein Musica laufgeführt. „Ihre Herzen haben Feuer gefangen“ führte die Anwesenden zurück zu den Ursprüngen Schönstatts in die Jahre vor1914 bis zur Gründung. Die junge Frauen blickten zurück auf diese bewegte Zeit – sie suchten aber auch einen aktuellen Bezug für die Botschaften von damals die auch heute noch einlädt Heldinnen der Gegenwart zu sein. In lebendigen Szenen kamen Kapellchenmäuse und beste Freundinnen gleichermaßen zu Wort und das Publikum musste ein ums andere Mal tänzerisch mitwirken.

 vergrößernDie Krone begann mit ihrer Wanderung durch die Gliederungen bei der Schönstattbewegung MJF

Dann stand aber die Krone auf einem roten Samtkissen endgültig im Mittelpunkt, die vorher zwei Jahre durch die Gliederungen der diözesanen Schönstattfamilie gewandert ist. Präses Wenzel und mit ihm Vertreter aus verschiedenen Gruppierungen stimmten zunächst auf die innere und äußere Seite der Krönungserneuerung ein, damit diese nicht nur als ein Ausdruck von frommer Marienverehrung angesehen wird. Vielmehr zeigten sie an konkreten Alltagserfahrungen auf, wie ein Glaube an die gekrönte Königin in schwierigen Situationen neue Wege und Chancen auftun kann. Not benennen – möglichen Lösungen und Grenzen auf die Spur kommen - und schließlich die Anliegen übergeben mit dem Wunsch die eigene Sache zu ihrer Sache zu machen –so lautete der Dreischritt, den dann alle eingeladen waren für ihre persönlichen Sorgen zu Papier zu bringen.

Mit vollen Krügen und der Krone vorneweg, ging es dann zum Heiligtum. Dort kletterte OStR Gerhard Pfenning auf den Altar um die Krone wieder an ihrem vertrauten Platz zu befestigen.

Beim feierlichen Schlusssegen wurde die versammelte Gemeinde aufgefordert im Jubiläumsjahr nicht nur zurück zu schauen, sondern sich vom Heiligtum neu aussenden zu lassen.

Wolfgang Fella

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