Schönstatt Würzburg
Lebendiger Glaube mit viel Spaß und Abwechslung – Das diesjährige Camp der Würzburger Familienbewegung vom 11. bis 13. Juli auf der Marienhöhe stand ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres und dank Gästen aus Südamerika wurde es zu einem lebendigen Freudenfest mit internationalem Flair.

Viva la Schönstatt

Gleich zu Beginn – in der Aufwärmphase – ein bunter Fallschirm an und unter dem sich die vielen Familien vor dem Kapellchen näher kennen lernen konnten. So ging es wohl gelaunt zum Lagerfeuer an dem man den Freitagabend gemütlich ausklingen lassen konnte.

 

Hoher Besuch von damals und heute..

 vergrößernJubiläumsbesuch: Frankenapostel St. Kilian und Schönstattgründer gemeinsam auf der Marienhöhe

Am Samstagmorgen dann gleich eine Überraschung: Passend zum Kilianifest in der Stadt, traf zum Morgengebet der Frankenapostel Kilian in Bischofsgewand ein und zeigte sich erfreut darüber, dass sich die Eltern für die gemeinsamen Erfahrungen mit andern Familien Zeit genommen hatten. Bei so hohem Besuch im Jubiläumsjahr ließ es sich auch der Jubilar selbst nicht nehmen und so standen schließlich der Heilige Kilian und Pater Kentenich Seit an Seit vor dem Heiligtum im Kreis der Familien. Diesem berühmten Besuch aus der Vergangenheit folgte ein hoher Besuch aus der Gegenwart. Immerhin der Leiter der Kentenich-Schule aus Kempten-Leubas, Harald M. Knes, war zu Gast umfür Mütter und Väter die psychologischen Hintergründe und die Bedeutung von Bindungen näher zu beleuchten. Während seines interessanten und lebendigen Vortrags waren aber auch die jüngeren Camp-Teilnehmer nicht untätig.

 vergrößernDie Familien wussten es schon vor dem Finale: Deutschland wird Weltmeister

Eine Vielzahl von bunten Fahnen und Wimpeln waren entstanden, von denen einige das Schönstattjubiläum würdigten und andere dem anstehenden WM-Endspiel gegen Argentinien gewidmet waren. Ganz nach dem Wunsch des fußballbegeisterten Pater Bernhard Schneider stand auf einem auch unübersehbar: „Deutschland wird Weltmeister“. Das wiederum wollte eine der vier internationalen Gäste nicht so recht akzeptieren. Denn Maria aus Argentinien hatte ihrerseits auf ihrem Namensschild bereits den WM-Sieg ihres Heimatlandes angekündigt.
 

Überhaupt dieSüdamerikaner.

Gleich vier Gäste aus dem Kontinent, derzeit als Volontäre zur Vorbereitung desJubiläumsfests in Deutschland, trugen wesentlich dazu bei, dass dasWochenende einen internationalen Flair bekam und immer wieder von der spontanen Lebendigkeit der Glaubensboten diesseits und jenseits der Anden profitierte. Neben der argentinischen Maria Daniela Brizuelawar noch Maria Lluberas Panissa aus Uruguay, Fernanda Victoria Faúndez aus Chile und Diego Javier Jaramillo aus Ecuador dabei. Am Sonntagmorgen hatten sie die Gelegenheit die Schönstattbewegung in ihren Heimatländern und die persönlichen Beweggründe für ihrenEinsatz sehr eindrucksvoll vorzustellen. Da gab es kuriose Dinge zuhören, wie über die Entstehung des ersten Filialheiligtums Nueva Helvecia in Uruguay, aber auch berührende Momente in denen die jungen Menschen Zeugnis dafür ablegten, welche Wagnisse sie bereit sind für ihren Glauben und das Liebesbündnis einzugehen. Stichwort „Liebesbündnis“. Nicht gerade überraschend, dass ausgerechnet dieser Begriff das Lösungswort eines Stationenspiels für Jung und Alt am Samstagnachmittag war.

 vergrößernEs galt Hürden gemeinschaftlich zu überwinden

Die Familien bunt gemischt, mussten dabei u.a. auf dem Teppich bleiben, indem sie diesen umdrehen durften ohne ihn zu verlassen. Achtsamkeit war gefragt und die Netzwerke in denen man sich als Schönstätter mit seinen vielen Gliederungen ersteinmal zurecht finden muss. Beim Thema Weitsicht durften die Jüngeren im Bewegungsgarten dann auf ein Spielgerät klettern und dort mit Ferngläsern nach versteckten Buchstaben in der Umgebung suchen.


Bowle zum 100.Geburtstag

 vergrößernJubiläumsbowle

Eingeleitet wurde die wilde Buchstabenjagd von einer Geburtstagsparty vor dem Heiligtum. Dorthin hatte sich Reporter Carlo Columno verirrt um den 100-jährigen Jubilar für seine Tageszeitung zu interviewen. Schwester Louise Schulz vertrat das Geburtstagskind Schönstatt und stand ihm Rede und Antwort und verblüffte ihn schließlich vollkommen, als sie schon auf ihren 200. Geburtstag vorausblickte. Dann wurde die spezielle Geburtstagsbowle ausgeschenkt und nach einem Geburtstagsständchen freudig angestoßen. Auch eine typische südamerikanische Festtagsattraktion durfte nicht fehlen. Kaum zurück halten ließen sich die Kinder beim Ziehen an den Schnüren einer Pinata, ehe sich ein Berg aus Süßigkeiten über sie ergoss. Das

 vergrößernSo sehen Sieger aus!

traditionelle Fußballspiel der Kinder gegen die Väter durfte am WM-Wochenendenatürlich nicht fehlen und ebenso traditionell verloren die Väter das heiß umkämpfte Match – dies mal immerhin erst im Elfmeterschießen.
 

Wo ist Dein Heiligtum?

Zur Abrundung stellte Pater Schneider im Abschlussgottesdienst bezugnehmend auf dasJubiläumsjahr und dem Vortrag der Gäste aus Südamerika die Frage, wo die Anwesenden ihr ganz persönliches Heiligtum haben und welche Bedeutung der Schönstattgründer für jeden Einzelnen heute im Jahr 2014 hat.

Mit einem lautstarken„Tu alianza – nuestro misión“ auf den Lippen ging ein tolles Camp im Jubiläumsjahr zu Ende.

Wolfgang Fella

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