Schönstatt Würzburg

Die fünfte Maiandacht im „Corona-Mai“ 2021 musste wetterbedingt in den Vortragssaal verlegt werden, da ein wolkenbruchartiger Regen es kurz vor Beginn unmöglich machte, sich vor dem Heiligtum zu versammeln. Das wechselhafte Wetter konnte eine kleine Schar von Gläubigen jedoch nicht davon abhalten, auf die Marienhöhe zu kommen.

„Laudate omnes gentes“ („Lobsingt, ihr Völker alle“), so erklang das Lob Gottes zu Ehren der Mutter Maria an diesem Sonntag. Schwester M. Annetraud sang gemeinsam mit Herrn Stefan Schenk die Lieder bei dieser Maiandacht, welche von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern spontan durch leises Mitsummen begleitet wurden.

Das Johannesevangelium von der Hochzeit in Kana (Joh. 2,1-12) gab die biblische Grundlage und spirituelle Anregung für das Gebet an diesem Maisonntag. Im Mittelpunkt stand das „Gespräch von tiefster Menschlichkeit“, welches Maria damals zugunsten von Freunden mit Jesus führte, und das sich auch in unsere Zeit hinein verlängert. Auf die Forderung der Gottesmutter „Was er euch sagt, das tut“ (Joh. 2,5), bringen wir das Wasser unseres eigenen Lebens: unsere Ungeduld und Aggression, unsere Angst und Frustration, unseren Ärger, unsere Trostlosigkeit, unser geringes Vertrauen … einfach alles, was unser Leben immer wieder zu hemmen und einzutrüben scheint.

Wie damals sagt Jesus heute zu uns: „Schöpft jetzt!“ Denn er wandelt das „Wasser unseres Lebens“ in den „Wein“ der Geduld, der Freude, des Vertrauens und der Lebendigkeit.

Diese Zuversicht war zu spüren, als die Besucherinnen und Besucher in einem von meditativer Musik begleiteten Moment der Stille ihre Krugzettel mit dem „Wasser ihres Lebens“ beschrifteten und diese dann in den Krug, im Altarraum, warfen.

Und als das „Gesangsduo“ zum Abschluss der Feier das Lied vortrug: „Möge die Straße uns zusammenführen …“, wurde der Text des Refrains gleichzeitig zur lebendigen Bitte: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.“

Vielleicht sehen wir uns ja bei der nächsten Maiandacht an Pfingstsonntag auf der Marienhöhe (im Heiligtum oder im Haus) wieder …

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