Schönstatt Würzburg

Freude und Dankbarkeit erfüllte die Herzen der Besucherinnen und Besucher der Maiandacht am letzten Sonntag im Mai. Über 40 Personen waren der Einladung zu dieser Andacht gefolgt, die den Marienmonat Mai abschließen sollte.

Bei strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen versammelten wir uns zu Beginn auf der Wiese hinter dem Haus. Dort standen in zwei Gefäßen bunten Blumen vorbereitet, von denen sich jede/r Mitfeiernde/r eine Blumen auswählen konnte.

Nach dem Lobpreislied an den Schöpfer zogen wir dann gemeinsam mit den Blumen in Händen in Form einer kleinen Prozession zum Heiligtum. Zu den meditativen Klängen des „Magnifikats“ von Taizé ging nacheinander jede/r einzeln ins Kapellchen, um der Gottesmutter die Blume zu schenken: „So wie die Blumen sind auch wir ganz originell, verschieden in Form und Farbe. Jede und jeder Einzelne möchte dir heute danken für die Tage des vergangenen Monats. Nimm mit der Blume unseren persönlichen Dank entgegen.“ Diese Worte begleiteten uns dabei im Herzen.

An diese besondere Dankesgeste schloss sich eine Dankeslitanei an, die noch einmal bewusst Erlebnisse und Begegnungen des vergangenen Monats aufzugreifen versuchte. Die kleine Schola, bestehend aus Sr. M. Annetraud, Sr. M. Renata (die den Gesang mit der Gitarre unterstützte) und Herrn Schenk, sang dazwischen immer als Kehrvers mehrstimmig den Lobgesang der Gottesmutter („Magnifikat“), der nach jedem Dank jubelnder und herzlicher erklang.

Der schöne Marienmonat Mai ist nun zu Ende. Die Frage, die Pater Kentenich vor über 50 Jahren am Ende des Maimonats stellte, stellten auch wir uns in unserem kleinen Kreis: „Was möchten wir als Dauerfrucht mitnehmen?“ Und die Antwort war dieselbe wie damals: „eine glühende Liebe zu Maria“, an der wir auch und gerade in einer Zeit, die sich vielfach a-marianisch bzw. antimarianisch zeigt, festhalten wollen. Und wenn wir uns klein fühlen, oder wenn wir erleben, dass wir schwach sind, dann gilt im unerschütterlichen Vertrauen auf Maria: „Ich bau auf deine Macht und deine Güte. Vertrau auf sie mit kindlichem Gemüte. Ich glaub, vertrau in allen Lagen blind, auf dich, du Wunderbare und dein Kind.“

Als äußeres Zeichen für dieses Vertrauen, dass die Gottesmutter uns auch in der kommenden Zeit begleitet, und gleichzeitig als Andenken an den diesjährigen Marienmonat erhielten alle Anwesenden ein kleines Kärtchen mit dem Bild der Gottesmutter und dem oben genannten Vertrauensgebet von Pater Kentenich. Diese Symbolhandlung wurde musikalisch unterstrichen durch das Schönstatt-Lied, das die Schola beim Austeilen sang: „Mutter Maria, mit dir will ich gehen, lass meine Hand nie mehr los …“.

Im Anschluss an das Segensgebet, dem alttestamentlichen Segen des Aaron (aus dem Buch Numeri 6,24-26), erklang schließlich das Lied mit dem irischen Segensgruß: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“, welches noch einmal die entstandene Gemeinschaftsatmosphäre spürbar festigte.

Nach dem Ende der Maiandacht lud dann das sonnige Wetter förmlich ein, bei Kaffee und Kuchen noch etwas zu verweilen und sich im Freien miteinander auszutauschen. Da kann man von Glück reden, dass die Außengastronomie (bei den aktuell niedrigen Inzidenzwerten) wieder erlaubt ist und auf der Marienhöhe darüber hinaus viel Platz zur Begegnung geboten ist.

Erst als der Wind am späten Nachmittag etwas kühler wurde, löste sich die Maisonntags-Gesellschaft langsam auf und abendliche Stille kehrte auf der Marienhöhe ein.

­