Schönstatt Würzburg

Am 14. und 15. Juli fand nach dem Lockdown bereits das zweite Mal das Frühstückstreffen für Frauen statt.

Es waren wieder über 50 Frauen unterschiedlichen Alters, die mit großer Freude an einem der beiden Tage auf die Marienhöhe kamen; darunter auch das eine oder andere „neue Gesicht“. Nach der langen krisenbedingten Pause war es schön, sich erneut live treffen zu können. Und bereits beim Frühstück hat man gespürt, dass es viel zu erzählen gibt.

Die beiden Tagen standen diesmal unter dem thematischen Impuls „Weniger ist mehr“, ein Ausspruch, der landläufig bekannt und mittlerweile zu einem geflügelten Wort geworden ist.

Ausgangspunkt der Überlegungen war unsere moderne Konsumgesellschaft und das Belohnungssyste im menschlichen Gehirn – darauf macht die neurologische Forschung aufmerksam –, welche unser Verhalten beeinflussen, das dazu neigt, stets nach mehr zu verlangen. Dabei geht es, wie man vorschnell meinen könnte, nicht nur oder vor allem um materielle Dinge.

Anhand des sogenannten Bindungsorganismus, wie ihn Pater Josef Kentenich formuliert und kündet, stellte Sr. M. Annetraud dar, dass dieser Impuls „Weniger ist mehr“ neben den materiellen Dingen auch für die zentralen Lebensbereiche der lokalen, ideellen und personalen Bindungen von besonderer Bedeutung ist.

FF Austausch

Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist, dass jede Frau ihren ganz eigenen individuellen Stil finden muss und sich in Freiheit bewusst für das entscheidet, was für sie und ihr Leben wichtig ist. Als praktische Entscheidungshilfe im konkreten Alltag, und nicht nur für diesen, kann hierbei die Frage unterstützend wirken: „Bedeutet das dies oder jenes einen echten Mehrwert für mich, der letztlich zu einem erfüllteren oder glücklicheren Leben beiträgt?“

Neben den inhaltlichen Ausführungen der Referentin, war auch der lebendige zwischenmenschliche Austausch in den Kleingruppen zu den o.g. vier Gesichtspunkten des Bindungsorganismus (mit Bezug zum eigenen Leben) ein wichtiges Element des gemeinsamen Vormittags.

Nach einem kurzen abschließenden Besuch im Schönstattheiligtum gingen die Frauen mit unterschiedlichen geistigen Anregungen gestärkt in ihren Alltag zurück.

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